Ulrike Müller
Heatwave

Ausstellung

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25. März–11. Juni 2017

Künstler/innen:

Vor einigen Jahren erklärte die in New York lebende Künstlerin Ulrike Müller ihren Bildern der Serie Heatwave (2010) den 1. Werksatz (1963-1969) von Franz Erhard Walther im Rahmen einer außergewöhnlichen Performance. Es war nicht nur befreiend, wie die Künstlerin mit ihren Bildern statt nur über diese sprach, sondern wie Verhältnisse von Distanz und Nähe, aktiv und passiv für uns Betrachtende neu verknüpft wurden. Ihren eigentlichen Adressaten, den Bildern, waren diese Verknüpfungen sicher vertraut; lösen sich in diesen doch Körper und Formen immer wieder auf, formieren sich, gängige Zuschreibungen hinter sich lassend, zu etwas eigenem. Ulrike Müllers Bilder rufen trotz Abstraktion immer wieder Ähnlichkeiten mit eigenen Körperempfindungen und -konstruktionen hervor. Sie hat einige ihrer Malereien emailliert, so auch die ausgestellte Serie Heatwave. Dadurch bekommen diese nicht nur eine verführerische Haptik, sondern setzen sich in Bezug zu alltäglichen Gebrauchs- und Dekorationsobjekten. Für mich stellt sich aber auch eine zumindest kleine Verbindung zu den Produkten der leider nicht mehr produzierenden lokalen Keramik-Manufaktur Kupfermühle ein, die ich langsam zu entdecken beginne.